#001 Wie der Werkgarten Ruhr entstand
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Manchmal beginnt eine große Idee an einem Ort, den andere längst aufgegeben hätten.
Als wir im Mai 2026 das erste Mal das Gelände des heutigen Werkloft Ruhr besichtigten, ahnten wir noch nicht, dass dort wenige Minuten später eine Idee entstehen würde, die uns bis heute begleitet.
Mit dabei war meine Freundin Anne. Sie ist Lebensmittelingenieurin, Kräuterpädagogin und Seven Gardens Dialogerin. Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit nachhaltiger Bildung, Pflanzenwissen und der Frage, wie Menschen Natur wieder mit allen Sinnen erleben können.
Gemeinsam gingen wir über das Gelände. Vor uns lag der Innenhof, dahinter ein Garten – oder besser gesagt das, was einmal ein Garten gewesen sein musste.
Der hintere Bereich war so stark zugewachsen, dass man ihn kaum betreten konnte. Brombeeren, dichter Wildwuchs und Efeu hatten das Grundstück nahezu vollständig zurückerobert. Vieles wirkte verwunschen. Wege waren kaum noch zu erkennen und an manchen Stellen konnten wir nur erahnen, wie groß die Fläche eigentlich war.

Und genau dort passierte etwas.
Während wir zwischen dem Wildwuchs standen, begannen wir nicht mehr zu sehen, wie der Garten gerade aussah. Wir sahen plötzlich das, was daraus einmal werden könnte.
Ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen.
Ein Ort, an dem gelernt, gestaltet und ausprobiert wird.
Ein Ort, an dem Handwerk und Natur miteinander verbunden werden.
Noch während dieser ersten Besichtigung entstand die Idee für den Werkgarten Ruhr.
Für uns gehört dazu nicht nur der Garten hinter dem Gebäude. Auch der Innenhof davor ist ein wichtiger Bestandteil dieses Ortes. Gemeinsam bilden beide Flächen den Werkgarten Ruhr – einen Lern- und Begegnungsort, der künftig ein fester Bestandteil des Werkloft Ruhr werden soll.

Natürlich war uns in diesem Moment auch klar, dass noch unglaublich viel Arbeit vor uns lag. Bevor hier überhaupt etwas entstehen konnte, mussten wir erst einmal aufräumen, freischneiden und den Garten Stück für Stück wieder zugänglich machen.

Aber manchmal beginnt genau dort die spannendste Geschichte.
Mit einer Vision.
Mit Menschen, die das Potenzial eines Ortes erkennen.
Und mit dem Mut, einfach anzufangen.
Mit diesem Werkgarten-Tagebuch möchten wir euch auf diesem Weg mitnehmen. Nicht erst dann, wenn alles fertig ist, sondern von Anfang an. Ihr erlebt mit, wie aus einer verwilderten Fläche Schritt für Schritt ein lebendiger Ort für handwerkliche Bildung, Natur und Gemeinschaft entsteht.
Willkommen im Werkgarten Ruhr.